Unser Tagesausflug nach Rom mit Kindern: eine ehrliche Bilanz
Um eins vorweg zu nehmen: Einen Tagesausflug nach Rom mit Kindern würden wir nicht noch einmal machen. Oder besser gesagt: es macht viel mehr Sinn und ist entspannter einen mehrtägigen Kurztrip nach Rom zu unternehmen und dann direkt in Rom zu wohnen. Denn man wird sich selbst nicht gerecht und der doch wunderschönen Stadt Rom auch nicht. Rom hat einfach unfassbar viel zu bieten. Da die Highlights an einem Tag herauszupicken ist schon schwierig. Den Eindruck, den mein Mann und ich von Rom hatten in wenigen Worten auf den Punkt gebracht? Wir haben schon sehr viele Metropolen Europas und weltweit kennenlernen dürfen. Berlin, Paris, London und natürlich Barcelona, wo ich knapp 2 Jahre gelebt habe. Keine Stadt hat auf uns so “stressig” und und überlaufen gewirkt wie Rom.
Warum uns Rom 2024 enttäuschte
Noch dazu hatten wir bei unserem Rom Besuch im Oktober 2024 Pech. Im Jahr 2025 wird in Rom das Heilige Jahr gefeiert. Das passiert alle 25 Jahre und hat seine Wurzeln in der Pilgerfahrt. 2025 werden also Tausende Pilger in Rom erwartet, um an heiligen Zeremonien teilzunehmen und um über ihren Glauben nachzudenken. Zu diesem Anlass wurde Rom 2024 besonders renoviert und herausgeputzt. Für uns bedeutete das: Viele berühmte Monumente befanden sich im Bau, waren abgedeckt. Der Trevi Brunnen wurde restauriert und hatte kein Wasser. Alles wirkte eher glanzlos und einfach nicht so wie wir es von Bildern kannten. Und das, obwohl ich unsere Reisen immer sehr gut vorbereite. Aber im Fall von Rom wohl nicht gut genug. Dennoch waren wir froh, 2024 in Rom gewesen zu sein. Nicht auszudenken, wie voll die Straßen und Nebengassen im “besonderen Rom-Jahr 2025” sein werden, wenn es im Oktober 2024 schon überall brechend voll war.
Unser Tagesausflug nach Rom mit Kindern: Was du besser nicht machen solltest
Wir sind von Genzano di Roma aus mit dem Zug bis Rom Termini gefahren. Das war die einzige Möglichkeit, denn mit dem Auto nach Rom zu fahren? Nein. Das willst du nicht wirklich. Die Zugfahrt war auch nicht so ideal. Auf der Rückfahrt war der Zug brechend voll, so dass wir 40 Minuten wie die Ölsardinen in der Dose standen gefühlt ohne Klimaanlage. Auf der Rückfahrt war es für uns auch schwer das richtige Gleis zu finden, aber das ist im Grunde alles normal, wenn man zum ersten Mal so einen Trip macht.
Am Bahnhof in Rom Termini angekommen haben wir uns erstmal zu Fuß aufgemacht Richtung Innenstadt. Und das war keine gute Idee. Denn die Distanzen ziehen sich doch sehr in die Länge und unsere kleine Tochter war nach 30 Minuten Fußmarsch, hohe Lärmpegel und viel Verkehr schon “durch”. Die Lösung?
Wir haben dann die für uns an diesem Tag einzig schlaue, aber teure Lösung gewählt: wir haben per Anhalter ein Taxi genommen: und zwar 3 Mal an diesem Tag, um bequem von einem Sightseeing-Spot zum nächsten zu kommen. Wir hatten lange überlegt, ob wir Tickets für die Sightseeing Busse kaufen. Aber wir sind sehr froh, dass wir es nicht gemacht haben. Denn die Tickets sind einfach super teuer, egal für welches Busunternehmen zu dich entscheidest. Die Busse fahren alle 15 Minuten ab, aber die Schlangen sind so lang, dass es gar nicht sicher ist, ob der Bus dich dann mitnimmt, so dass du oft viel Geduld haben musst. Viel Geld zahlen, um dann noch lange an den Haltestellen warten zu müssen, wollten wir nicht. Dann lieber Taxi und kurze Routen zu Fuß. Und die Taxifahrer waren alle sehr nett und erzählten uns einiges über die Sehenswürdigkeiten, die wir aus dem Taxi heraus gesehen haben. Also persönlicher Guide inclusive. Wir haben für ca. 3 Taxifahrten 60€ gezahlt. Das ist erheblich weniger als 4 Sightseeing-Bustickets.
Unsere Rom Route für einen Tagesausflug mit Kindern ab Rom Termini
Unser Rom Stop 1: das Kolosseum
Wir haben es aber dann doch zu Fuß vom Bahnhof Rom Termini zum Kolosseum geschafft. Das sind ca. 20 Minuten Fußmarsch, wenn man zügig läuft. Mit Kind dann aber locker 30-40 Minuten und knapp 4km. Hängt aber natürlich vom Kind und dem Alter des Kindes ab. Für uns Erwachsene sind das alles keine Strecken. Aber mit zwei sensiblen Kids dabei wird es schnell viel und lang, gerade weil es ja nur die erste kleine Etappe war.
Wir wollten ganz bewusst das Kolosseum nicht von Innen besuchen, denn wir hatten ja nur knapp 7 Stunden Zeit für Rom eingeplant. Uns ging es ausschließlich darum, einen ersten Eindruck von dieser imposanten Stadt zu bekommen. Von Außen war das Kolosseum pompös, aber so wie wir es uns vorgestellt hatten inclusive zahlreicher Baustellen auf dem Areal. Natürlich werden wir bei unserem nächsten mehrtägigen Rom Besuch das Kolosseum von Innen besichtigen, dann aber früh morgens, wenn die Massen noch in ihren Betten liegen :-)
Unser Rom Stop 2: der Legami Store in der Via del Corso 98
Unsere Mädels hatten nach dem Kolosseum nur ein Ziel: ein Besuch des Legami Stores und ein leckeres Eis. Also haben wir ein Taxi genommen, 18 Euro gezahlt und sind zum Legami Store an der Via del Corso 98 gefahren. Dort angekommen galt das Motto: “Happy Kids, happy parents”. Ich habe mit einem leckeren Eis das Treiben in der Via del Corso beobachtet, eine wirklich sehr schöne und nicht zu überlaufene Einkaufsstraße, die sich lohnt.
Unser Rom Stop 3: der Trevi Brunnen
Von der Via del Corso sind wir über die Via Mario de Fiori zum 30 Meter hohen Trevi Brunnen gelaufen. Das sind knapp 10 Minuten zu Fuß. Wie ich ja bereits geschrieben hatte, war der Anblick des Trevi Brunnens etwas traurig. Viele Menschen guckten erstaunt und waren ebenso überrascht wie wir, denn der Brunnen erschien definitiv nur in halbem Glanz, so spektakulär seine Architektur auch ist. Auch das bekannte “Münzen in den Brunnen werfen” gestaltete sich auf Grund der vielen Baugerüste schwierig. Das Foto oben wurde durch eine Plexiglasscheibe fotografiert, die den Brunnen abtrennte. Dennoch wollten unsere Mädchen unbedingt ein paar Münzen in den Brunnen werfen. Nicht so einfach zu dieser Zeit. Die sonst üblichen 3000€ Einnahmen pro Tag, die gemeinnützigen Zwecken gespendet werden, wurden an diesem Tag definitiv nicht erreicht. Dennoch waren wir stolz den im Jahre 1732 von Bernini entworfenen Trevi Brunnen gesehen zu haben.
Trevi-Brunnen Tipp: zwischen 9h und 21h wird der Zugang zum Trevi Brunnen kontrolliert. Ist es zu voll, wird dir der Einlass verweigert und du musst warten. Bei unserem Besuch haben wir von den Einlassregeln nichts mitbekommen. Ich persönlich würde aber definitiv den Trevi Brunnen zu “verrückten” Uhrzeiten besichtigen: zwischen 3h nachts und 6h morgens zum Sonnenaufgang. Das gleiche gilt auch für die Spanische Treppe, die wir danach besucht haben und die ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt liegt.
Unser Rom Stop 4: die Spanische Treppe
Die Spanische Treppe gehört definitiv zu den Hot Spots in Rom. Zurecht. Überrascht waren wir aber, dass viele Menschen auf der Spanischen Treppe rumsaßen, quatschten und dort ihren Müll hinterließen. Etwas schade.
Es war auch bei unserem Besuch nicht zu voll. Besonders schön war aber der Blick rechts und links auf die schön mit Blumen dekorierten Balkone, die auf der ersten oberen Ebene der Spanischen Treppe zu sehen sind, wenn man die Stufen emporsteigt. Diese Balkone gehören zu den angrenzenden Häusern und fielen besonders positiv auf. Was ich auch empfehle ist ein Besuch der römisch-katholischen Kirche Santa Trinità dei Monti auf dem Pincio-Hügel oberhalb der Spanischen Treppe. Von Innen ist die Kirche wirklich beeindruckend und definitiv einen Besuch wert. Außerdem kann man dort dem Getümmel auf der Spanischen Treppe entgehen und etwas die Ruhe genießen.
Unser Rom Stop 5: Campo dei Fiori
Mittlerweile war es knapp 16:30h und wir hatten große Lust auf eine richtig gute Pizza. Von einer Freundin wurde mir zum Essen der Campo dei Fiori empfohlen. Von der Spanischen Treppe aus sind wir mit dem Taxi dorthin gefahren. Es wären wieder nur knapp 3 Kilometer gewesen, aber wir wollten es uns so einfach wie möglich machen. Außerdem hatten wir großes Glück mit unserem Taxifahrer. Wir fuhren auf direktem Weg noch an vielen Monumenten vorbei und er erzählte uns dann interessante Sachen auf englisch, die wir dann für unsere Kinder übersetzten. Zum Beispiel sind wir am Viktor-Emanuelsdenkmal vorbeigefahren. Bei unserem nächsten Rombesuch möchte ich dieses beeindruckende Denkmal definitiv von Innen besichtigen und auch mit dem Aufzug auf die Dachterrasse fahren, von wo aus man einen unglaublich tollen Blick über Rom hat.
Kurz vorweg: Der Campo dei Fiori bedeutet Feld der Blumen. Dies hat aber nichts damit zu tun, dass dort täglich der Markt stattfindet (Mo-Sa: 08:00h bis 13:30h). Der Name geht auf eine Zeit zurück, als der Campo dei Fiori noch eine reine Blumenwiese war.
Unser erster Eindruck vom Campo dei Fiori war erstmal ernüchternd. Aber es lag definitiv an uns und nicht an diesem recht schönen Platz. Wir haben den Campo dei Fiori zur ungeschicktesten Uhrzeit besucht. Gegen 17h waren mittlerweile alle Marktstände abgebaut, aber der komplette Dreck und Schmutz eines Markttages lag noch auf dem Platz herum und es trudelten langsam die Müll- und Reinigungswagen ein, um den Dreck zu entfernen und den Platz zu säubern. Dies führte dazu, dass wir gar nicht draußen auf der Terrasse essen konnten, da es viel zu laut und eben auch schmutzig war.
Wir haben uns dann ein Restaurant ausgesucht und Drinnen gegessen. Die Pizza war hervorragend und wir können das Restaurant definitiv empfehlen, aber eher zu einer früheren Uhrzeit oder -was am besten und logischsten ist- später am Abend nach 20h.
Gerne teile ich mit euch noch den Namen des Restaurants: es heißt ROMOLETTO. Es hat täglich von 9h bis 1h nachts geöffnet und ist definitiv einen Besuch wert. (Aber bitte nicht zwischen 13h uns 18h).
Vom Restaurant aus ging es -oh Überraschung- wieder mit dem Taxi zum Bahnhof Rom Termini. Gegen 20h sind wir dann an unserem Heimatbahnhof “Genzano di Roma” angekommen.
Rom stressfrei: Tipps auf meiner "Muss-ich-noch-besuchen-Liste" für Slow Traveler
Ich habe vor unserer Latium Reise viele andere Reiseblogs durchgestöbert, um richtig gute Tipps zu bekommen. Dabei wusste ich vorab, dass der Schwerpunkt unserer einwöchige Latium-Reise im Oktober 2024 nicht auf Rom liegen wird. Somit hebe ich mir diese Tipps für unsere nächste Reise auf.
Slow Travel Tipp Rom Nr. 1: ein Cocktail in der Rooftop Bar des NH Collection Roma Fori Imperiali
Ich liebe Rooftop Bars: es ist für mich immer ein Slow Travel Moments Garant. Das Hotel liegt direkt einen Steinwurf vom Viktor-Emanuelsdenkmal entfernt, also Mitten im Zentrum. Von der Dachterrasse aus hat man einen unglaublichen Blick über Rom. Die Bar darf man auch besuchen, wenn man nicht im Hotel wohnt. Zur Bar bzw. zum Hotel gehts hier.
Wer es berühmter haben will, wählt das Hotel Eden mit einer ähnlich imposanten Rooftop Bar. Das 5 Sterne Hotel Eden diente als Drehort der 4. Staffel von Emily in Paris bzw. Emily in Rom. Zum Hotel nahe der Via Veneto geht es hier.
Slow Travel Tipp Rom Nr. 2: ein Bummel durch die schönsten Viertel Roms wie Trastevere und Testaccio
Insbesondere Trastevere mit seinem Ruf zwischen shappy-chique und leicht touristisch möchte ich unbedingt bei meinem nächsten Besuch kennenlernen. Mittlerweile gilt es nicht mehr als Geheimtipp. Trastevere bedeutet “über dem Tiber” und sagt schon aus, wo es liegt. Es soll sich vom Zentrum Roms auch preislich abheben und deutlich günstiger sein. Früher hat es vor allem Künstler und Expats angezogen. Mittlerweile ist es bekannt für ein legeres Nachtleben und sehr gute Restaurants mit lockerer Atmosphäre.
Testaccio dagegen gilt als Roms Food-Paradies und nicht etwas als “Scherbenhaufen”, was der Name ursprünglich bedeutet. (Im Alten Rom wurden Scherben aus Amphoren aufgestapelt und dienten als “Brücke” zum Transport von Waren über den Tiber.) Testaccio ist vom historischen Zentrum aus in 30 Minuten zu Fuß zu erreichen und hat neben vielen Restaurants und Cafés auch künstlerisch und kulturell viel zu bieten. Ganz bekannt in Testaccio ist die sogenannte Cestius-Pyramide, eine von ursprünglich 13 Pyramiden in Rom, die als Grab von dem römischen Prätor und Volkstribun Gaius Cestius Epulo gebaut wurde.
Gezielt in Testaccio besuchen würde ich den Mercato Testaccio, eine bekannte überdachte Markthalle, wo viele regionale Anbieter lokale Spezialitäten verkaufen.
Slow Travel Tipp Rom Nr. 3: Ein entspannter Spaziergang durch die Villa Borghese
Dieser riesige Park Villa Borghese (einer größten Stadtparks Europas) ist eine grüne Lunge mitten in der Stadt, perfekt für ungestörtes Flanieren, Picknicks oder einfach nur zum Abschalten. Als Familie mit Kindern kann man das Puppentheater San Carlino besuchen oder den Zoo Bioparco di Roma, wo über 1000 Tiere gehalten werden. Was den Zoo angeht sind wir etwas skeptisch, ob man als 4-köpfige Familie mit 2 Kids über 10 Jahre 84€ Eintritt zahlen muss, um in einer Weltstadt Giraffen und Elefanten in Käfigen zu besichtigen. Wir würden es eher nicht tun.
Die Galleria Borghese, benannt nach dem Kardinal Scipione Borghese, ist eine Kunstsammlung, die sich über 20 Säle erstreckt und Skulpturen sowie Gemälde von Bernini, Rubens und Leonardo da Vinci und anderen Künstlern zeigt. Die Galleria befindet sich im Nordwesten des Parks und ist ist dank obligatorischer Zeitfenster von maximal 2 Stunden Anwesenheit ein wunderbar entspannter Ort, um Kunst und Geschichte zu genießen. Tickets müssen unbedingt vorab reserviert werden. Das könnt ihr hier machen.
Slow Travel Tipp Rom Nr. 4: Eine Auszeit auf der Via Appia Antica
Die Via Appia Antica, ursprünglich aus militärischen Gründen und zur Verteidigung erbaut, war ursprünglich eine der wichtigsten Straßen des römischen Reiches. Die Flastersteine, auf denen du läufst sind 2000 Jahre alt. Selbst viele römische Kaiser sind bereits auf diesen Steinen herumgelaufen.
Sonntags ist die Straße für den Verkehr gesperrt und lädt daher zum ruhigen Flanieren ein.
Wir haben mit unseren römischen Vermietern gesprochen. Sie empfehlen, eine Erkundungstour an der Touristeninformation Punto Informativo Appia Antica zu starten. Danach würden wir persönlich Fahrräder mieten /(direkt neben der Touristeninformation möglich) und dann die Via Appia mit dem Rad entdecken. Schaut euch dazu gern diese Webseite an: www.ecobikeroma.it.
Slow Travel Tipp Rom Nr. 5: Der Giardino degli Aranci (Orangengarten) auf dem Aventin-Hügel
Ganz oben auf meiner persönlichen "Muss-ich-noch-besuchen-Liste" für einen künftigen, entschleunigten Rom-Aufenthalt steht der Giardino degli Aranci, der Orangengarten oder auch Savello-Park.
Der Orangengarten liegt auf dem Aventin, einem der sieben Hügel Roms. Man kann ihn bequem zu Fuß erreichen, beispielsweise von Circo Massimo oder der Metrostation Circo Massimo (Linie B) aus. Der Aufstieg ist nicht steil und man spaziert durch schöne, oft ruhige Wohnviertel. Es gibt auch Buslinien, die in der Nähe halten, aber ein kleiner Spaziergang durch diese Gegend ist schon Teil des Erlebnisses
Obwohl wir ihn selbst noch nicht besucht haben, haben mich die Beschreibungen und Fotos von diesem Ort immer wieder fasziniert. Der Orangengarten ist sicher kein Geheimtipp im klassischen Sinne, aber seine Anziehungskraft liegt nicht im Massentourismus, sondern in der versprochenen Ruhe. Man hört immer wieder, dass es ein Ort ist, an dem man dem städtischen Trubel entfliehen kann.
Ich stelle mir vor, wie man dort oben steht oder auf einer Bank sitzt, umgeben von dem Duft der Orangenbäume, die im Herbst oder Winter ihre Früchte tragen. Der Blick über Rom, über Dächer und Kuppeln, bis hin zum Petersdom – das muss atemberaubend sein. Ich bin sicher, hier lässt sich Rom auf eine ganz andere, viel sanftere Art erleben, fernab vom Getümmel am Kolosseum oder Forum Romanum.
Wenn wir das nächste Mal nach Rom reisen und uns für mehrere Tage Zeit nehmen, um die Stadt wirklich zu erspüren und nicht nur "abzuarbeiten", steht der Orangengarten ganz oben auf unserer Liste.
Slow Travel Tipp Rom Nr. 6: Der Gianicolo (Janiculum-Hügel)
Ein weiterer Ort, der fest auf meiner Wunschliste für eine entspannte Rom-Erkundung steht, ist der Gianicolo (Janiculum-Hügel). Er ist der zweithöchste Hügel Roms und liegt westlich des Tibers.
Auch wenn wir ihn noch nicht selbst erlebt haben, zieht mich die Vorstellung dieses Ortes sehr an. Der Gianicolo ist bekannt für seine weiten Panoramablicke über die Stadt. Anders als die Aussichtspunkte direkt im Zentrum verspricht der Gianicolo eine gewisse Distanz und damit oft auch mehr Ruhe.
Den Gianicolo erreicht man ebenfalls recht gut zu Fuß, zum Beispiel von Trastevere aus mit einem angenehmen, wenn auch leicht ansteigenden Spaziergang. Es gibt auch Buslinien, die hinauffahren, aber ein gemütlicher Spaziergang ist oft schon Teil der Entschleunigung. Für uns wäre es das perfekte Ziel, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen oder um einen Morgen mit einem weiten Blick über die Stadt zu beginnen.
Der Gianicolo ist für mich ein weiteres Beispiel dafür, dass Rom eben doch seine ruhigen Ecken hat. Er ist ein Ort, der hoffentlich beweist, dass man die Ewige Stadt auch auf eine achtsame, stressfreie Weise kennenlernen kann, wenn man sich bewusst Zeit nimmt.
Tagesausflug nach Rom mit Kindern: Würden wir es wieder tun?
Die Antwort kannst du dir sicherlich schon denken. Nein! Aber: diese Antwort gilt nur für uns und unsere Familie. Wir wollen definitiv Rom im Rahmen einer mehrtägigen Reise so richtig gut kennenlernen und vor allem auch viele geheime und ruhige Ecken Roms besuchen. Dann werden wir aber mindestens 5 Tage einplanen und in der City wohnen. Für uns sensible Reisende waren 7 Stunden in Rom zu stressig und zu reizüberflutend. Und die Stadt hat so unglaublich viel zu bieten, dass man gar traurig ist, wenn man sie nach 7 Stunden wieder verlässt und gefühlt “fast nichts” gesehen hat. Ich empfehle euch definitiv vor eurer Rom Reise eine sehr gute Vorbereitung. Bucht Tickets vorab, macht euch Routen und eine Liste mit den Spots, die ihr unbedingt besuchen wollt. Vielleicht helfen euch ja meine Tipps.
Kurz und knapp: Unser Tagesausflug nach Rom mit Kindern
Rom in drei Worten: monumental, reizintensiv, fordernd
Schönster Slow-Travel-Moment in Rom: schwierig und nur bedingt möglich zu sagen: ein leckeres Eis in der Via del Corso
Ultimativer Rom Tipp: Für einen Tagesausflug bedingt geeignet. Wenn schon Tagesausflug, dann plant ihn sehr gut. Pickt euch wenige Ziele heraus, die alle in der Nähe liegen. Rom ist wunderschön, aber nur, wenn man der Hektik der Stadt gelassen begegnet.